Freitag, 28. September 2012

Schlaffe Nudel in der braunen Büx? – "Volkstod" dank NPD!

Die Babys bringt der Führer-, äh, Klapperstorch, das ist bekannt. Offenbar nur nicht bei den braunen Leichtmatrosen. "In meinem Fliegerhorst habe ich extra nochmal die Auslieferlisten durchgeschaut und festgestellt, dass ausgerechnet die NPD bei der Rettung des deutschen Volkes keine Standhaftigkeit unter Beweis stellen konnte", so Storch Heinar.

Die deutsch-nationale Volkstümel-Fraktion aus dem Schweriner Landtag spricht gerne vom drohenden "Volkstod" der Deutschen, am liebsten dann, wenn es um den demografischen Wandel der Gesellschaft geht. Ängste werden geschürt vor der schier übermännlichen Fertilität der in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund: Kriegsähnliche Zustände an der Mütterfront, "Samenkanonen", ganz großes Geschütz. Und zumindest bei dem einen oder anderen nordisch bevornamten Fraktions- oder Wahlkreismitarbeiter der NPD ist man fleißig dabei, gegen den Volkstod „anzurammeln“. Wie sieht es aber in der Spitze der deutsch-nationalen Bewegung aus? Was machen Pastörs und Brotgenossen gegen den drohenden Untergang des deutschen Abendlandes? Kinderscharen in Truppstärke, sollte man meinen.

Doch das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Die NPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern besitzt von allen im Landtag vertretenen Parteien im Schnitt die niedrigste Nachwuchsquote! Laut Abgeordnetenhandbuch des Landtages gerade einmal 0,8 Kinder je NPD-Parlamentarier, da würde Deutschland sich innerhalb von 60 Jahren glatt selbst abschaffen! Die Zahlen der NPD sind so schlecht, dass es innerhalb der europäischen Union kein Vergleichsland gibt, das ähnlich schlechte Werte aufzuweisen hat. 4 Kinder bei 5 erwachsenen Männern – das entspricht nicht einmal 60 Prozent des deutschen Durchschnittswertes! Unterhalb der "Fertilitäts-Armutsquote" sozusagen.

Im Vergleich dazu können sich die übrigen Fraktionen im Schweriner Schloss geradezu eines großen Beitrages zum Erhalt des deutschen Volkes rühmen. Die Grünen kommen zwar nur auf 1,28 Kinder pro Abgeordneter bzw. Abgeordneten, liegen damit auf einem ähnlich schlechten Niveau wie Lettland, aber noch deutlich vor der deutsch-nationalen Volksrettungstruppe. Die Linke schafft es mit einer Quote von 1,83 Kindern ebenso wie die SPD mit 1,93 Kindern pro Abgeordneter oder Abgeordnetem auf Werte, die mit den skandinavischen Musterländern wie Finnland oder Schweden vergleichbar sind.

Unangefochtener Spitzenreiter ist hingegen die CDU-Fraktion, die es auf sagenhafte 2,19 Kinder pro Mandat bringt. Das ist deutlich mehr als in Irland und reicht sogar aus für ein leichtes Bevölkerungswachstum ganz aus eigener Kraft. Vor diesem Hintergrund erklärt sich dann natürlich „C wie Zukunft“. Wollte die NPD zur CDU zumindest aufschließen, müssten in dieser Legislaturperiode noch sieben Kinder her, aber zackig!

Nicht besser als in Mecklenburg-Vorpommern sieht es laut dortiger Landtagspublikation übrigens auch in Sachsen aus. Die Fraktion unter dem NPD-Bundesvorsitzenden Holger Apfel kommt mit sieben Kindern bei acht Abgeordneten auf eine Nachwuchsquote von 0,88 – wobei nicht ganz klar ist, wie diese Reminiszenz an den beliebten Code der rechten Szene ("88" = "HH" = "Heil Hitler") zu verstehen ist. Hitler-Fans mit vorangestellter Null? Mütterpolitik im Dritten Reich Null und Nichtig?

Was bleibt vom Tage? Eine derartige Missachtung der deutschen Frau in ihrer Mutterrolle durch die NPD-Mandatsträger kann und darf vom Wähler nicht toleriert werden! Wer den "Volkstod" verhindern will, darf alles wählen – außer NPD!

Foto: Andreas, Lizenz: CC